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ESF - Europäischer Sozialfonds

Was ist der ESF?

Die Abkürzung ESF steht für Europäischer Sozialfonds. Der ESF ist einer der sogenannten Strukturfonds der EU, also der Europäischen Union.

Strukturfonds ist ein Oberbegriff für verschiedene Programme zur Abschwächung des wirtschaftlichen und sozialen Gefälles zwischen hoch entwickelten und benachteiligten Regionen beziehungsweise zwischen den Lebensbedingungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen innerhalb der Europäischen Union.

Deutschland erhält von der EU knapp 30 Milliarden Euro, verteilt auf sieben Jahre. Dieses Geld steht für eine Vielzahl von Erfolgsgeschichten, die ohne diese Förderung nicht möglich wären. Ein Teil dieses Geldes fließt unter anderem nach Bremen und in folgende Fonds:

Es sind dies der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) , der Europäische Sozialfonds (ESF) sowie der Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Für das Land Bremen ist das Referat 34 der Abteilung 3 - Häfen und Logistik - des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen für den EMFF zuständig.

Eine Übersicht aller im Land Bremen durchgeführten EU-Programme erhalten Sie auf der Website der Abteilung für Europa und Entwicklungszusammenarbeit.

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Die Ziele des ESF sind:

  • Verbesserung der Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt
  • Unterstützung von Menschen beim Zugang zu besseren Arbeitsplätzen
  • Förderung von beruflicher Bildung und Qualifizierung

In den EU-Ländern werden verschiedene Projekte angeboten, um diese Ziele zu erreichen. Die Finanzierung der Angebote teilen sich das jeweilige Land und der ESF. Das nennt man Kofinanzierung.

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Der ESF in Zahlen

Die Regional- und Strukturpolitik der EU ist der Bereich, für den die EU das meiste Geld ausgibt. In Deutschland erhalten Bund und Länder in der Förderperiode 2014 bis 2020 rund 7,5 Milliarden Euro aus dem ESF. Davon gehen 76,161 Millionen Euro nach Bremen und Bremerhaven.

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Förderschwerpunkte

Der ESF fördert Angebote im Land Bremen, die Arbeitslose und Beschäftigte unterstützen und Armut bekämpfen:

  • Ausbildung für junge Menschen
  • Arbeitsbezogene Beratungs- und Begleitungsangebote für An- und Ungelernte
  • Abschlussbezogene Qualifizierungen für arbeitslose Menschen
  • Qualifizierung von an- und ungelernten Arbeitslosen und Beschäftigten
  • Verbesserung der sozialen Teilhabe, insbesondere in benachteiligten Quartieren
  • Angebote für Langzeitarbeitslose, um Brücken in den Arbeitsmarkt zu bauen

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Zielgruppen

Im Fokus der ESF-Förderung stehen arbeitsmarktferne und armutsgefährdete Personengruppen, wie:

  • (Langzeit-) Arbeitslose
  • An- und Ungelernte
  • Jugendliche ohne Ausbildungsplatz
  • benachteiligte Frauen
  • alleinerziehende Eltern (hauptsächlich Mütter)
  • Menschen mit Migrationshintergrund

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Erste Ergebnisse

Die Europäische Kommission fordert für den Einsatz der ESF-Fördermittel in der Förderperiode 2014 bis 2020 eine stärkere Ergebnis- und Leistungsorientierung. Zugleich soll mehr Transparenz über den Einsatz der Fördermittel hergestellt werden. Hierzu hat die Europäische Kommission in den Verordnungen die rechtlichen Grundlagen unter anderem für Berichtspflichten geschaffen.

Ab dem Jahr 2016 ist jährlich ein Durchführungsbericht mit den wichtigsten Informationen zur Durchführung des Programms zu erstellen. Das Land Bremen hat im Mai 2016 den 1. Durchführungsbericht für die Jahre 2014 und 2015 veröffentlicht. Einen komprimierten Überblick bietet Ihnen die Bürgerinformation zum Durchführungsbericht 2016 dazu.