Sie sind hier:
  • Der ESF Plus

Der ESF Plus (2021 - 2027)

Ziele

Neues Logo im ESF Plus
Neues Logo im ESF Plus

Hauptziel des ESF Plus ist es, zu einem sozialeren Europa beizutragen und die Europäische Säule sozialer Rechte in die Praxis umzusetzen.

Der ESF Plus soll helfen, die Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern, den Lebensstandard zu erhöhen, die Arbeitskräftemobilität zu erleichtern und den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt zu stärken.

Der ESF Plus wird in drei Hauptbereiche investieren:
1. allgemeine und berufliche Bildung sowie lebenslanges Lernen;
2. Wirksamkeit der Arbeitsmärkte und gleicher Zugang zu hochwertigen Arbeitsplätzen;
3. soziale Inklusion, Gesundheit und Bekämpfung der Armut.

Weitere Informationen zur ESF Plus-Förderperiode 2021 -2027 sind in der

102,2 Milliarden Euro stellt der ESF Plus in der Förderperiode 2021-2027 für regional orientierte Maßnahmen in ganz Europa zur Verfügung], um Menschen bei der Bewältigung wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen zu unterstützen. Für den ESF Plus im Förderzeitraum 2021 bis 2027 werden dem Bund und den Ländern in Deutschland insgesamt voraussichtlich rund 6,5 Mrd. Euro zur Verfügung stehen.

Die Verteilung auf die Bundesländer hat ergeben, dass für das Land Bremen 60 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung gestellt werden. Diese benötigen eine 60prozentige Kofinanzierung, d.h. dem Land Bremen stehen in der neuen Förderperiode des ESF Plus 150 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein durch die Europäische Kommission genehmigtes ESF Plus-Programm des Bundes für die ESF Plus-Förderperiode 2021-2027 könnte im Oktober 2021 vorliegen. Das Operationellen Programm (OP) des Landes Bremen wird aktuell ebenfalls mit der Europäischen Kommission abgestimmt.

Um eine Förderlücke zu vermeiden, fördert die Bremer ESF-Verwaltungsbehörde jedoch bereits seit dem 01.07.2021 im Rahmen des ESF Plus unterschiedliche Maßnahmen. Aktuelle Wettbewerbsaufrufe finden sie hier.

Im neuen Operationellen Programm (OP) des Landes Bremen für den ESF Plus soll der inhaltliche Schwerpunkt der Förderperiode 2014-2020 auf Armutsbekämpfung und die Arbeitsmarktintegration besonders benachteiligter Menschen weitestgehend fortgeschrieben werden. Da sich der sozioökonomische Kontext kaum verändert hat, wurden die programmatischen Ansätzen der letzten Förderperiode weiterentwickelt und lediglich angepasst. Dies fügt sich in übergeordnete politische Zielsetzungen ein.

Für das OP wird das Ziel I der insgesamt elf spezifischen Ziele für die Kohäsionspolitik 2021-2027 ausgewählt. Damit wird auch den landesspezifischen Empfehlungen der Europäischen Kommission für Deutschland Rechnung getragen, die unter anderem die Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung und allgemeine und berufliche Bildung sowie die Förderung der sozialen Integration von Menschen, die von Armut und Ausgrenzung bedroht sind, hervorheben. Die Kommission sieht deshalb beispielsweise die Förderung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsbiografie als Investitionsschwerpunkte.

Das neue Operationelle Programm (OP) des Landes Bremen für den ESF Plus richtet sich an mehrere Zielgruppen. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Zugang zur Beschäftigung für alle Arbeitssuchenden zu verbessern. Die Förderung richtet sich dabei insbesondere an junge Menschen, Langzeitarbeitslose und Nichterwerbspersonen. Ein Fokus liegt zudem auf Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsbiografie, alleinerziehenden Menschen und Frauen. Durch Beratung, Aus- und Weiterbildung sowie die Stärkung sozialer Teilhabe soll Beschäftigung gefördert werden. Dabei wird in der Stadt Bremen ein sozialräumlicher Ansatz verfolgt und in beiden Stadtgemeinden unter anderem „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ (LOS) umgesetzt.

Junge Menschen werden darin unterstützt, den Übergang von der Schule in eine Ausbildung und auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erfolgreich zu meistern. Zusätzlich werden Auszubildenden Unterstützungsangebote in Form von Beratung und Coaching sowie ergänzender Sprachförderung angeboten. Durch das frühzeitige Erkennen und Lösen von Problemen sollen Ausbildungsabbrüche verhindert und Jugendarbeitslosigkeit vorgebeugt werden.

Menschen, die schon länger arbeitslos sind, sollen durch geeignete Instrumente und Förderketten, die auf passende Anschlüsse abzielen, an Beschäftigung und herangeführt und durch begleitende Qualifizierung in den Arbeitsmarkt integriert werden. Eine nachhaltige und niedrigschwellige Förderung zielt darauf ab, dass niemand ausgeschlossen wird und eine längerfristige Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht wird. Ein Fokus soll dabei auf arbeitslosen Frauen und Personen aus Bedarfsgemeinschaften liegen.

Beschäftigte, vor allem mit geringen oder fehlenden beruflichen Qualifikationen oder solche, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, können mithilfe der ESF Plus-Förderung ihre persönlichen Weiterbildungsbedarfe feststellen und passende Weiterbildungen wahrnehmen.
Inhaftierte Menschen sowie Menschen mit Straffälligen-Hintergrund sollen in verschiedenen Bereichen gefördert werden, um die soziale und berufliche Integration im Sinne einer Resozialisierung zu fördern. Kernelemente sind dabei die Unterstützung, Betreuung, Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung der Zielgruppe.

Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, wird der Zugang zu Grundbildung ermöglicht. Menschen mit eigener oder familiärer Flucht- und Migrationsbiografie werden dabei unterstützt, Deutsch zu lernen. Die Sprachförderung ist eng an die beruflichen Anforderungen geknüpft und soll ihnen helfen, sich in den bremischen Arbeitsmarkt zu integrieren. Zudem soll Demokratiebildung im Arbeitsmarktkontext eine Rolle spielen.